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Hechendorfer Blasmusik auf der Wiese am Bürgerstadl

Wie entsteht so eine Blasmusik?

2010 werden wir 30 Jahre alt. Gute Mathematiker errechnen daraus mühelos das Gründungsjahr 1980. Aber es begann ja schon Jahre zuvor. Im Herbst 1975 erhielten vier Hechendorfer Kinder Musikunterricht bei Hans Stautner, Klarinettist im Orchester des Gärtnerplatztheaters in München. Die Gruppe wuchs, und Anfang 1979 hatten sich weitere Kinder und auch Erwachsene – vorwiegend Eltern der Musikschüler – angeschlossen.

Zum traditionellen Pfingstfest 1979 wagte man mit immerhin nun schon 18 Aktiven den ersten Auftritt. Es wurden zwei Stücke gespielt, die „Frohe Laune“ und die „Fröhliche Jagd“. Ausdauernder Beifall der Festzeltbesucher erforderte Zugaben. So wurden noch einmal „Frohe Laune“ und „Fröhliche Jagd“ gespielt, denn Zugaben waren nicht geplant und das spielbare Repertoire umfasste sowieso nur diese beiden Werke. Dieser erste Auftritt hat Symbolcharakter: Die frohe Laune ist uns bis heute treu geblieben, auch wenn dieses Musikstück nicht mehr im Programm ist. Und eine fröhliche Jagd findet ständig statt, auf neue Musik, auf Spaß am Musizieren, auf gute Gemeinschaft und Zusammenhalt und was es sonst noch in einem Musikantenleben zu erjagen gibt.

Im Laufe des Jahres 1980 wurde eine gemeinsame Kleidung beschafft. Lange schwarze Hose bzw. schwarzer Faltenrock, knallrote Weste, graue Flanelljacke, schwarzer Hut, mehr Uniform als Tracht. In diesem „Outfit“ wurden schon vor der offiziellen Gründung Standkonzerte, Geburtstagsstandl und Frühschoppen gespielt.

Hechendorfer Blasmusik marschiert

Auch erste Erfahrungen in der schweren Kunst des Marschierens mit Musik wurden gesammelt.


Am 4. November 1980 war es dann soweit. Man kam zur Gründungsversammlung im Gasthaus „Alter Wirt“ zusammen. 29 aktive und 2 fördernde Mitglieder wählten sich einen Vorstand, erarbeiteten eine Satzung und gründeten so die „Hechendorfer Blasmusik e.V. Es folgte die Eintragung ins Vereinsregister, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit und der Beitritt zum Musikbund von Ober- und Niederbayern, Bezirk Oberland.


Wie hat sich das bis heute entwickelt?

Nach der Gründung ging es dann richtig los. Bis zu 35 Auftritte jährlich wurden absolviert. Dazu gehörten und gehören kirchliche Anlässe wie die Fronleichnamsprozession, das Johannisfeuer, die Bergmesse, die Gräbersegnung an Allerheiligen auf inzwischen drei Friedhöfen und die Totenehrung am Volkstrauertag, aber auch weltliche Feste wie das Maifest beim Maibaum am 1. Mai, Vereinsfeste und Jubiläen, Geburtstage, Festzüge, Frühschoppen, ab und an Festzeltmusik.

In jedem zweiten Jahr findet ein Vereinsausflug statt. Es gab Musik-Reisen zum Beispiel nach Südtirol, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Nahezu jedes Jahr geben wir ein Konzert, zuerst in zu diesem Zweck ausgeräumten, bäuerlichen Maschinenhallen, später in der Sporthalle und nun im neuen, gemütlichen und akustisch sehr guten Bürgerstadl.

Die Anschaffung einer bodenständigen Tracht (Ammersee-Amper-Tracht) im Jahr 1986 eröffnete uns auch die Teilnahme am jährlichen Oktoberfest-Trachten- und Schützenzug durch München am ersten Wies’n-Sonntag. Dort sind wir seit 1986 ohne Unterbrechung aktiv, also 2010 mit einem 25-jährigen Jubiläum. 1995 hatten wir sogar die große Ehre, diesen riesigen Traditionszug mit der Nummer 1 a direkt hinter dem Münchner Kindl anführen zu dürfen.

Die Nr. 1 beim Wiesnzug 1995

Die Nr. 1 beim Wiesnumzug 1995


Die musikalische Leitung hat seit Februar 2008 Markus Walter. Er ist Posaunist und Musiklehrer. Mit ihm können wir nach langer Zeit wieder eine qualifizierte Nachwuchsausbildung anbieten. Seine Initiative hat aus drei Jahren Werbung in Schulen eine derzeit 12-köpfige Blasmusik-Bläserklasse werden lassen, die wie wir hoffen, in ein paar Jahren die ersten Musiker an die Kapelle übergibt.

Vor Markus Walter haben wir seit der Gründung vier Dirigenten gehabt (böse Zungen sagen „verschlissen“, was natürlich nicht stimmt). Von allen haben wir viel gelernt, alle waren sehr gut, aber alle hatten auch ihre kleinen Mucken. Zu allen besteht noch freundschaftliche Verbindung, mit Ausnahme von Hans Stautner, dem wir nach seinem Tod im November 2007 das letzte Geleit geben mussten, der aber immer unvergessen bleiben wird.

Die Reihe der ersten Vorsitzenden führt Ehrenvorstand Wilhelm Duschl an, der gemeinsam mit Hans Stautner die schwere Aufbauarbeit geleistet hat. Seine Tätigkeit ist noch heute in vielen Dingen spürbar. Er hat sozusagen die Gleise verlegt, auf denen der Zug „Hechendorfer Blasmusik“ heute noch fährt. Nach mehreren Jahren guter Leitung durch Stefan Pfeifer hat vor nun schon 7 Jahren Thomas Goldau das Amt des ersten Vorsitzenden übernommen, der die nicht immer leichten Aufgaben mit ruhiger Hand bewältigt.

Wir sehen eine schöne Blasmusikzukunft mit hoffentlich noch mehr guten, motivierten und fröhlichen Musikern.

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